Anfang März durfte ich den süßen Basko, seines Zeichens ein Goldendoodle (seine Mutter ist ein Goldendoodle & sein Vater ein weißer Großpudel) in Leipzig kennenlernen. Hätte ich damals gewusst, dass es mein letztes Hundefotoshooting werden würde, dann hätte ich wahrscheinlich gelächelt und ungläubig den Kopf geschüttelt. Vielmehr habe ich mich wahnsinnig gefreut mein neues Objektiv zu testen, die ersten Sonnenstrahlen zu genießen und den süßen Basko zu bewundern und zu knuddeln, der meinem Portugiesischen Wasserhundmädchen wie aus dem Gesicht geschnitten zu sein scheint. Kennt ihr das? Wenn ihr einen Hund seht und kurz zuckt, weil ihr euren erkennt und immer dachtet: die oder der Begleiter ist so einmalig, dass eine Dopplung ausgeschlossen ist. So ging es mir und ich war verzaubert und es stand fest: die beiden müssen sich kennenlernen, ganz bald, am besten schon zu Ostern bei einem gemeinsamen Spaziergang. Und dann kam, was uns wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben wird, einen Platz in Geschichtsbüchern für Generationen danach erhält und unser Bewusstsein einfach fundamental verändern wird.

      Das Wort Pandemie schien bis dato weit weg und nur ein Wort, was ich als solches noch nie benutzt habe und zum Glück noch nie benutzen musste und Kontaktverbot war auch so etwas, was in meinem Kopf, meinem Leben einfach keinen Platz hatte.

      Zwei Monate später sitzen wir nun hier, das soziale und öffentliche Leben auf ein Minimum beschränkt, wir sehen berufliche Existenzen am Abgrund oder mit unklarer Perspektive -egal ob kleiner Soloselbständiger oder Milliardenkonzern – und die Welt im Wandel und vor dem Beginn einer neuen, einer anderen Realität. Ob besser oder schlechter, dass wird man sehen, anders in jedem Fall! Aber dieser Blogpost soll keine Reflexion auf Corona sein, denn davon gibt es genug, viele Menschen, die sich viele Gedanken machen. Manchmal mache ich mir die auch, aber oft denke ich einfach nur an das Hier und Jetzt und meine Ziele für die Zeit danach und nutze es als Chance.

      Und dann kam wieder Basko. Für mich ungewöhnlich lange habe ich mich nicht an die Bearbeitung der wundervollen Aufnahmen gemacht. War es der Wehmut, zu wissen es werden vorerst die letzten sein? Das gefühlte gefangen sein in Nachrichten und Updates, die täglich auf mich einströmten und die Muse am kreativen Arbeiten gefühlt sehr schmälerten? Ich weiß es nicht …. aber es kam der Tag, da war ich bereit und was habe ich mich gut gefühlt, die Speicherkarte einzustecken, loszulegen. Weg waren sie die dunklen Gedanken, die Vollzeitbeschallung mit Nachrichten aus Funk und Fernsehen. Da war nur noch Basko und der Glaube an die Zeit danach.

      Ein Alltag mit Fellnasen, Menschen und ihren Vierbeinern und einfach ganz viel Puschelpower, persönliche Erfüllung und kreative Zufriedenheit in der Fotografie in Zusammenarbeit mit meinen Fellnasen, meiner Leidenschaft.

      Solange schwelge ich in Erinnerungen, bearbeite alte Fotoserien neu, gestalte meine Webseite um und fokussiere alles auf die Zeit danach, wann immer sie auch kommen wird, ich bin bereit, ich nehme Anlauf und ich freue mich unendlich drauf!

      Auf all die neuen und bekannten Vier- und Zweibeiner, auf die Aufregung, wenn die Fotos und Fotoprodukte ausgeliefert werden, auf all das kreative und vor allem die unbeschreibliche Liebe zwischen Vier- und Zweibeinern und das Privileg diese dokumentieren zu dürfen. Darauf freue ich mich von Herzen! In der Zwischenzeit bleibt mir nur noch zu sagen: Passt schön auf euch und eure Lieben auf! Knuddelt viel und bleibt fröhlich. Ich werde auch weiter Lebenszeichen von mir geben, meine Newsletter mit positivem Leben füllen, mit Ablenkung und Inspiration. Ich drücke euch und nun viel Spaß mit dem schönen Basko!

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